Pressemeldungen

Heft 01/2005

   

Vollautomatisch von Rolle zu Rolle

Derzeit werden für Absackanlagen (FFS Formen-Füllen-Schließen - Maschinen) Schlauchrollen verwendet, die nach jedem Abschluss einer Schlauchrolle manuell gewechselt werden müssen. Ein vollautomatischer Wechsel würde natürlich ein erhebliches Optimierungspotenzial bieten. Eine Aufgabenstellung, die sich das in Mürzzuschlag/Stmk. beheimatete Ziviltechnikerbüro DI Deininger nicht entgehen lassen wollte. Und das mit Erfolg.

Am 4. November 2003 wurde der vollautomatische Rollenwechlser/Folienwechsler sowohl zum Patent als auch zum Gebrauchsmuster angemeldet.

Mittlerweile sind die Schutzrechte erteilt worden. Das System kann Schlauchfolien, ob mit oder ohne Seitenfalten, in einer Zeit von unter 50 Sekunden vollautomatisch wechseln. Technische Lösung Mittels „Rundumschweißung“ des Folienschlauches, ohne dabei den Sack
selbst zu verkleben, wird das Problem der Verbindung gelöst, sodass Schlauch gleich Schlauch bleibt. Zur Anwendung kommt ein auf Ultraschall aufge- bautes System.

Bei Ende der Folie wird die ablaufende Folie gehalten, mit spezieller Schnittsetzung bzw. Ausklinkung so vorbereitet, dass die nachfolgende Folie über die bestehende Folie gestülpt werden kann und so weiterhin ein Schlauch bestehen bleibt.In einem variablen Magazin befinden sich mehrere Rollenträger mit den darauf

vormontierten Rollen. Diese werden bei Bedarf zum Folieneinzug bewegt, dort positioniert und die Folie der Verschweißstation zugeführt. Hier werden sowohl die alte als auch die neue Folie ab- und zugeschnitten als auch derart verschweißt, dass sich ein durchgehender Folienschlauch bildet, der das Vorhandensein eines fliegenden Dorns nicht behindert.Vor allem für Lohnabsacker interessant ist, dass die Rolle nicht bis zum Ende gefahren

werden muss, sondern variabel gewechselt werden kann.Die heutigen realen Zeiten beim Wechsel einer Rolle (Stillstandszeit der FFS Maschine) liegen im Durchschnitt bei 10 Minuten, eingerechnet dabei sind Wartezeiten der Mannschaft, bis die Verpackungsanlage wieder voll im Einsatz ist. (Fabelzeiten von 3- 5 Minuten werden nur für die Beweisführung bei der Inbetriebnahme durch die Techniker des Maschinenherstellers erreicht.) Bei einer Absackgeschwindigkeit von über 2000 Sack pro Stunde und einer Kapazität der Rolle von ca. 1800 Sack ergibt sich eine Stillstandszeit alle 50 - 55 Minuten. Rechnerisch ergibt sich damit eine Produktivitätserhöhung von ca. 20 %, bezogen auf die Handwechselung.

„Wenn man davon ausgeht, dass im 2 Schicht-Betrieb gefahren werden kann, so amortisiert sich die Anlage innerhalb eines Jahres, bei Hochleistungsmaschinen sogar innerhalb 1⁄2 Jahres“, erläutert Dipl.-Ing. Karl Deininger gegenüber austropack.

Ziviltechnikerbüro DI Deininger im Kurzprofil

Das Ziviltechnikerbüro DI Deininger ist ein junges Unternehmen, das sich neben den klassischen ziviltechnischen Aufgaben durch dynamisch-innovative Engineering-Dienstleistungen einen Namen gemacht hat. Hauptthemen sind Maschinen- und Anlagenplanung mit Schwerpunkt auf Automatisierung, Qualitätssicherung und Umwelttechnik sowie Prüf- und Zertifizierungswesen und Sachverständigentätigkeit.

Nähere Informationen

unter www.deininger.at